TU/e und 2M erhalten Forschungsmittel zur Entwicklung einer Technologie, die Sportverletzungen vorbeugt

Im Jahr 2016 suchten 121.000 Menschen in den Niederlanden Notfallversorgung bei Sportverletzungen. Jedes Jahr gibt es in den Niederlanden 4,5 Millionen Verletzungen, die 5 Millionen Euro an direkten medizinischen Kosten verursachen. Die Hälfte dieser Verletzungen könnte potenziell durch wirksame Unterstützung und Selbstmanagement verhindert werden. In einem neuen, breit angelegten Forschungsprojekt wollen sich Universitäten, Unternehmen und Sportorganisationen gemeinsam darum bemühen, diese große Zahl von Sportverletzungen mit Hilfe der Technologie zu reduzieren. Die niederländische Organisation für wissenschaftliche Forschung (NWO) stellt einen Zuschuss von 4 Millionen Euro zur Verfügung, um das Projekt zu unterstützen. Darüber hinaus investieren Unternehmen und Sportorganisationen gemeinsam 2,2 Millionen Euro in das Projekt. Die Technische Universität Delft und die VU-Universität Amsterdam werden die Führung in diesem landesweiten Forschungskonsortium übernehmen, das darauf abzielt, verletzungsfreies Training für jedermann möglich zu machen.

Überhitzung

Laufen lässt die Körpertemperatur ansteigen. Beim Zevenheuvelenloop (Sieben-Schanzen-Lauf), der am vergangenen Wochenende im niederländischen Nimwegen stattfand, hatten 15% der Läuferinnen und Läufer bis zum Erreichen der Ziellinie eine Körpertemperatur von über 40° Celsius. Um potenziell gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen, können Sensoren in die Kleidung eingebettet werden, um Haut- und Kerntemperatur zu messen, und während der Laufwettbewerbe können Kamerasysteme eingesetzt werden. Während der Anstrengung unter heißen Bedingungen, wie bei den bevorstehenden Olympischen Spielen in Tokio, könnten vorbeugende Maßnahmen zur Regulierung der Körpertemperatur eingesetzt werden, wie zum Beispiel eine Weste, die den Körper auf der Grundlage der Informationen dieser Sensoren kühlt.

Dies ist eine der konkreten zukünftigen Anwendungen, die in dem umfangreichen Forschungsvorschlag enthalten sind. Citius Altius Sanius (Schneller, Höher, Gesünder), die kürzlich von der NWO Angewandte und Ingenieurwissenschaften einen Zuschuss in Höhe von 4 Millionen Euro erhalten hat. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Teilnahme am Sport zu fördern, Verletzungen vorzubeugen und die Leistung sowohl im Amateur- als auch im Spitzensport zu verbessern. Dies kann erreicht werden, indem dem Athleten Informationen über Sensoren, datenwissenschaftliche Technologien und von der Psychologie inspirierte intelligente Feedback-Geräte zur Verfügung gestellt werden, um sein Verhalten zu beeinflussen. Beispiele hierfür könnten ein 24/7-Überwachungssystem sein, das den Läufern Informationen über den optimalen Trainingsschwierigkeitsgrad und die beste Trainingszeit am Tag oder in der Woche liefert, um Verletzungen vorzubeugen.

Die Forschungsarbeiten werden von einer Allianz aus acht Universitäten und Universitätskliniken und sechs Fachhochschulen durchgeführt, die bei dem Projekt mit dem NOC*NSF (Niederländisches Olympisches Komitee/Niederländischer Sportverband), mehr als 20 Unternehmen (u.a. Royal Dutch Gazelle, adidas und die Versicherungsgesellschaft Zilveren Kruis), mehreren Sportverbänden, u.a. für Fußball (KNVB), Hockey (KNHB), Baseball (KNBSB) und Tennis (KNLTB), Sportmannschaften (u.a. Team Sunweb), Sportärzten und Sportphysiotherapiepraxen zusammenarbeiten werden.

Partner

Teilnehmende Universitäten und universitäre medizinische Zentren: TU Delft, TU Eindhoven, Universitätsmedizinisches Zentrum Groningen/Groningen Universität, Universität Leiden, VU Universität Amsterdam, Medizinisches Zentrum der VU Universität, Medizinisches Zentrum Amsterdam und das Medizinische Zentrum der Radboud Universität, zusammen mit sechs Fachhochschulen: Fachhochschule Fontys, Fachhochschule Den Haag, Fachhochschule Hanze Universität Groningen, Fachhochschule Amsterdam, Fachhochschule HAN und Fachhochschule Breda.

Teilnehmende Unternehmen/Organisationen: adidas, Borre, Bosch, Cinoptics, Dopple, Golazo Sports SX, Stadt Amsterdam, Stadt Eindhoven, Inmotio Object Tracking, InnoSportLab Sport & Beweeg! IZI BodyCooling.com, Wissenszentrum für Sport Niederlande, Royal Dutch Gazelle, ManualFysion, 2M Engineering, Motekforce Link, MYLAPS, myTemp, NedCard, Noldus, NovioSens, Plux, Qualogy, Reade Rehabilitation, Sailing Innovation Centre, SWOV Institut für Verkehrssicherheitsforschung, Virtuagym und Zilveren Kruis.

Teilnehmende Sportvertreter: NL Actief, Internationaler Tennisverband, Stichting Nijmeegse Vierdaagse (Stiftung Nimwegener Vier-Tage-Märsche), NOC*NSF, KNBSB, KNVB, KNHB, KNLTB, Wassersportverband, Team Sunweb, Stichting Zevenheuvelenloop (Stiftung Sieben-Schanzen-Lauf).

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Rolle von 2M Engineering

Gemeinsam mit der TU/e möchte 2M Engineering Menschen dabei unterstützen, durch verletzungsfreies Laufen einen aktiven und gesunden Lebensstil zu erreichen. Zurzeit sind auf dem Verbrauchermarkt keine echten 24/7-Überwachungssysteme verfügbar. Kontaktieren Sie 2M für weitere Informationen.

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